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Immobilien in Köln, 5117 Ergebnisse

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Wirtschaftszentrum und Universitätsstadt
Köln hat eine bewegte Geschichte mit vielen verschiedenen Herrschern, dennoch entwickelte sich die Stadt langsam aber stetig zur Wirtschaftsmetropole. 1259 verlieh Erzbischof Konrad von Hochstaden (um 1205-1261, ab 1238 Erzbischof von Köln) dem Ort das wirtschaftlich wichtige Stapelrecht, was hohe Einnahmen bedeutete. Beim Stapelrecht mussten Händler, die durch das Stadtgebiet wollten, ihre Waren erst den Kölnern zum Kauf anbieten, konnte sich aber durch eine Art Zoll davon befreien. Dieses Edikt hatte auch auf die spätere Entwicklung der Urbanität maßgeblichen Einfluss. Papst Urban VI (um 1318-1389, ab 1378 Papst) gab 1388 die Bewilligung zur Gründung einer Universität, erst 1475 bestätigte Kaiser Friedrich III (1415-1493, Habsburger, ab 1440 römisch-deutscher Kaiser und ab 1452 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs) den quasi seit 1288 bestehenden Status einer freien Reichs- und Hansestadt Köln. Die 262 Bombardements des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) überlebten knapp drei Prozent der Gebäude in der Altstadt, die Amerikaner fanden beim Einzug nur noch ein totes Ruinenfeld vor. Heute ist die alte Ansiedlung am Rhein eine selbstbewusste Großstadt und dabei nicht nur Wirtschaftszentrum, sondern auch Kulturmetropole und allgemeiner Verkehrsknotenpunkt mit dem größten Umschlags- und Containerbahnhof Deutschlands und einem der wichtigsten Binnenhäfen Europas.

Die 86 Stadtteile von Köln liegen in 9 Bezirken, wobei der große Bereich Altstadt zu den gesuchten Wohngegenden gehört, wenn auch einige Gebiete darin eher weniger attraktiv sind. So ist der Hauptbahnhof zwar durch die neue Bebauung etwas schöner geworden, doch nicht unbedingt ein Stadtteil, den eine Frau nachts gerne alleine durchquert. Obwohl ein Großteil der Innenstadtbebauung aus den fünfziger und sechziger Jahren stammt, hat die Altstadt einen gewissen Charme, die Bereiche um den Neumarkt, das Cäcilien- und Mauritiusviertel gelten attraktive Wohnviertel. Das Severinsviertel beheimatet die Kölner Kneipenszene und günstige Wohnungen, das Publikum allerdings teilweise etwas umstritten. Den krassen Gegensatz zum Severinsviertel bildet der Rheinauhafen, seit der Jahrtausendwende ein Baugebiet. Alte, nicht sanierungsfähige Gebäude trafen der Abrisskugel, aus vielen der historischen Lagerhäuser sind inzwischen exklusive Eigentumswohnungen geworden, neue Häuser entstanden. Der alte Rheinauhafen hat sich vom zwielichtigen Ort zum schicksten Luxusviertel der Innenstadt gemausert.

Rodenkirchen mit seinen 5 Stadtteilen, oftmals auch als Kölner Süden bezeichnet, beheimatet das Villenviertel von Köln. Die wunderschönen Anwesen aus der Gründerzeit (je nach Definition im Zeitraum irgendwo zwischen 1850 und 1914) und die alten Baumbestände befinden sich sowohl in Privat- als auch in Firmenbesitz, die neuere Bebauung hat sich mit den eleganten Häusern sowohl vom Baustil als auch vom Preis dem Bezirk angepasst. Ausgedehnte Grünflächen, die bewaldeten Rheinauen, das Naturschutzgebiet Sürther Au sowie der Forstbotanische Garten runden das Bild ab, ergänzt durch den ältesten Golfclub Deutschlands von 1906 in einer ausgedehnten Parklandschaft. Rodenkirchen ist das Wohngebiet der oberen Mittelschicht und Oberschicht Kölns.

Zum Bezirk Porz gehört unter anderem Wahn und Wahnheide mit dem militärischen Teil des Köln-Bonner-Flughafens, EAC (Europäisches Astronautenzentrum) und DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Die Bebauung ist gemischt, Hochhausviertel und Bereiche mit Ein- und Zweifamilienhäusern wechseln sich ab. Mit Finkenberg hat Porz eines der Problemzentren Kölns, in dieser Hochhaussiedung leben überdurchschnittlich viele Menschen mit Transferleistungen, soziale Spannungen gehören zur Normalität - ähnlich wie im Kalker Stadtteil Vingst. Hier entstanden alle Wohnungen als Sozialbauprojekte, nur mit Wohnberechtigungsschein erhältlich. Mit dem unschönen Ergebnis, dass Vingst sich vom ländlich geprägten, ruhigen Arbeitervorort zu einem der größten sozialen Brennpunkte der Stadt entwickelte.
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